Derivate können „binäre Risiken“ sein

19. Mai 2020 Aus Von admin

BitMEX, andere unregulierte Börsen für kryptografische Derivate können „binäre Risiken“ sein

Innerhalb von nur 12 Jahren hat sich die größere Krypto-Industrie bereits diversifiziert, wobei eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte den sehr aktiven Derivatebereich stürmen. Zwar gibt es dieses Segment der Finanzinstrumente laut Bitcoin Evolution schon seit geraumer Zeit, doch erst in jüngster Zeit hat es an Zugkraft gewonnen, und zwar ebenfalls in erster Linie auf den Plattformen, die nicht reguliert sind.

Segment der Finanzinstrumente laut Bitcoin Evolution

Während eines kürzlich geführten Gesprächs zum Podcast „On The Brink“ äußerte sich Tim Kelly, Gründer und CEO von BitOoda,

„Ich weiß nicht, wie Sie möglicherweise unregulierte Derivatebörsen betreiben können. Es spielt keine Rolle, ob Sie in Antigua oder Panama ansässig sind oder wo auch immer der Standort, an dem die Regulierungsbehörden herkommen werden. Es gibt kein Rennen. Jedem, der eine unregulierte Derivatebörse betreibt, ist es egal, warum das so ist, [aber] es handelt sich um ein binäres Risiko“.

Der Handel mit hoher Hebelwirkung kann trickreich und riskant sein, und während die Margin-Anforderung von regulierten Plattformen wie CME begrenzt werden kann, ist dies bei unregulierten nicht der Fall. BitMEX, das seinen Graben Anfang 2014 errichtete, wurde nicht nur wegen Marktmanipulationsvorwürfen angeklagt, sondern auch kritisiert, weil es eine hohe Hebelwirkung bietet. Tatsächlich bot BitMEX lange Zeit eine 100-fache Hebelwirkung, während eine andere unregulierte Börse, Binance, auf ihren Plattformen eine 125-fache Marge bietet.

Kelly fügte hinzu, dass bestimmte Derivateplattformen eine hohe Hebelwirkung bieten,

„Manchmal muss man sich mehr auf die Kapitalrendite konzentrieren als auf die Kapitalrendite. Wenn diese Börsen, und das werden sie, wenn sie ein Ereignis haben, untergehen und alle ihre Kunden mitnehmen, und das wird für das Ökosystem eine Hebelwirkung von 100:1 haben, das ist völliger Unsinn.

Historisch gesehen haben diese unregulierten Plattformen jedoch das Handelsvolumen dominiert

Leider sieht sich die einst wilde Welt der Krypto-Derivate nun einer harten Konkurrenz durch regulierte Plattformen wie CME und Bakkt ausgesetzt. Obwohl ihre Reichweite bei Bitcoin Evolution geringer ist als die ihrer unregulierten Pendants, halten sich die regulierten Plattformen an Risikomanagement-Standards, wie z.B. die Nutzung von Clearingstellen mit zentraler Gegenpartei, um das Risiko von Zahlungsausfällen eines Händlers zu mindern.

Regulierte Plattformen wie CME und Bakkt zeigten eine eher unterdurchschnittliche Leistung und schnitten im März sowohl im Hinblick auf das Volumen als auch auf das Open Interest bei Kontrakten schlecht ab. Aber diese Trends ändern sich jetzt. So hat beispielsweise der Gigant aus Chicago, CME, seinen bisherigen Rekord gebrochen und einen steigenden Trend zur Dominanz sowohl beim Volumen der BTC-Futures als auch der Optionen festgestellt. Selbst die Zahlen von Bakkt erreichten kürzlich einen neuen ATH.